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Arbeitslosengeld I u. II sowie Sozialgeld 
Hilfe beim Ausfüllen von Arbeitslosengeld II – Anträgen 

Infopunkt Ost:
Gemeinnützige Gesellschaft Striesen Pentacon e.V. (GGSP), Gamigstraße 20, 01239 Dresden

Öffnungszeiten:
 Mo, Mi: 8 Uhr- 16 Uhr
 Di, Do: 8 Uhr- 18 Uhr
 Fr: 8 Uhr- 12 Uhr
 
Infopunkt Nord: Könneritzstraße 25, 01067 Dresden

Öffnungszeiten:
Mo - Do: 07:30 Uhr- 16:45 Uhr
Fr: 07:30 Uhr- 16 Uhr
 
Infopunkt West:
Sächsisches Umschulungs- und Fortbildungswerk Dresden e.V. (SUFW), Ortsamt Cotta, Lübecker Straße 121, 01157 Dresden
Öffnungszeiten:
Mo, Mi: 8 Uhr- 16 Uhr
Di, Do: 8 Uhr- 18 Uhr
Fr: 8 Uhr- 12 Uhr

Offenes Angebot bei Fragen rund um Alg II

Frauenförderwerk e. V.
Strehlener Str. 12-14, 01069 Dresden

immer mittwochs 9- 16 Uhr (inklusive Kinderbetreuung)
Tel.: 0351 - 2 02 69 26
E- Mail:

detrik@frauenfoerderwerk.de

Web:www.frauenförderwerk.de 

Arbeitslosengeld I (Alg I), Arbeitslosengeld II (Alg II) und Sozialgeld

Nachfolgend findest du Informationen und Hilfsangebote zum Thema.

Das  Arbeitslosengeld I ist im Gegensatz zum Alg II keine Sozialleistung, sondern ein sozialversicherungsrechtlicher Anspruch. Anspruch auf Alg I hat man, wenn man in einem Rahmen von zwei Jahren vor der Arbeitslosigkeit mindestens 360 Tage gearbeitet und Beiträge für die Arbeitslosenversicherung gezahlt hat.

Mit dem Eintritt in die Arbeitslosigkeit erhält man nicht automatisch Alg I, sondern es ist ein Antrag bei der Agentur für Arbeit zu stellen. Die Höhe des Alg I ist abhängig von der Höhe des versicherungspflichtigen Entgelts des letzten Beschäftigungsverhältnisses und der Höhe anderer versicherungspflichtiger Entgelte vor der Zeit der Arbeitslosigkeit (z. B. Krankengeld), der zu berücksichtigenden Lohnsteuererklärung und dem Vorhandensein eines Kindes. Die Dauer für den Bezug von Alg I ist zeitlich befristet und hängt davon ab, wie lange in den letzten sieben Jahren Verischerungsbeiträge bei der Bundesagentur für Arbeit eingezahlt wurden.

 

Das  Arbeitslosengeld II (Hartz IV) ist eine durch Steuern finanzierte bedürftigkeitsabhängige Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts von arbeitslosen erwerbsfähigen Personen im Anschluss an den Bezug von Alg I oder bei Nichterfüllung der Anspruchsvoraussetzungen für Alg I. Die BezieherInnen von Alg II sind in die Sozialversicherung einbezogen Die Anspruchsdauer ist nicht begrenzt.

 

Es besteht eine  gesetzliche Meldepflicht bei Arbeitslosigkeit. Es gibt zwei Arten der Meldung: die Arbeitssuchendmeldung und die Arbeitslosmeldung. Die Arbeitssuchendmeldung muss drei Monate vor der Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses bzw. innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes persönlich bei der Arbeitsagentur erfolgen. Die Agentur für Arbeit unterstützt in diesem Fall bei der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Die Arbeitslosmeldung dient der Sicherung der finanziellen Ansprüche und muss frühestens drei Monate vor oder am ersten Tag der Arbeitslosigkeit persönlich erfolgen. Die Arbeitslosmeldung ist Vorraussetzung für den Bezug von Arbeitlosengeld.

 

Zuständig für Arbeitslosengeld II

Jobcenter Dresden

Budapester Str. 30

01069 Dresden
Tel: 0351-4751730

Wer hat Anspruch auf Arbeitslosengeld II?

Alle die:

  • 15 bis 65/ 67 Jahre alt,
  • erwerbsfähig und dem Arbeitsmarkt mindestens 3 Stunden täglich zur Verfügung stehen können,
  • bedürftig sind,
  • ihren gewöhnlicher Aufenthalt in der BRD haben
  • und nicht länger als 6 Monate in einer stationären Einrichtung (z.B. Krankenhaus, psychosomatische Klinik, Drogentherapieeinrichtung, Haftanstalt) untergebracht sind.

 

Leistungen

Die Grundsicherung (§1 SGB II) umfasst die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts und die Leistungen zur Eingliederung in Arbeit. Personen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren haben nach § 3 Abs. 2 SGB II das Recht in eine Arbeit oder Ausbildung vermittelt zu werden.

Zu den Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts gehören sogenannte Regelbedarfe, welche pauschal die Kosten für Ernährung, Kleidung, Haushaltsenergie (ohne Heizung und Warmwassererzeugung), Körperpflege, Hausrat, Bedürfnisse des täglichen Lebens sowie in vertretbarem Umfang auch Beziehungen zur Umwelt und die Teilnahme am kulturellen Leben abdecken.

Die Kosten für Unterkunft und Heizung werden, soweit sie angemessen sind, in der Höhe der tatsächlichen Aufwendungen übernommen. Unter 25-Jährige, die bei den Eltern ausziehen wollen, bekommen die Kosten für Unterkunft und Heizung allerdings nur dann ersetzt, wenn der kommunale Träger dem Auszug zugestimmt hat. Die Zustimmung kann über den zuständigen Ansprechpartner erhalten werden. Es muss zugestimmt werden, wenn die Betroffenen aus „schwerwiegenden sozialen Gründen“ nicht bei den Eltern wohnen können, der Umzug zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt nötig ist oder ein sonstiger schwerwiegender Grund vorliegt.

Die Richtwerte für die Angemessenheit der Kosten für Unterkunft und Heizung für die Stadt Dresden findest Du hier... .

Zu den Leistungen zur Eingliederung in Arbeit gehören:

  • Ansprüche auf Eingliederungsleistungen nach dem SGB II
  • Kinderbetreuung
  • Schuldner- und Suchtberatung und psychosoziale Beratung
  • Arbeitsgelegenheiten (gemeinnützig und zusätzlich)

Weiterhin werden Einmalleistungen gezahlt bei:

  • Erstausstattung einer Wohnung einschließlich Haushaltsgeräten
  • Erstausstattung für Bekleidung einschließlich Schwangerschaft und Geburt
  • die Anschaffung und Reperaturen von orthopädischen Schuhen, Reperaturen von therapeutischen Geräten und Ausrüstungen sowie die Miete von therapeutischen Geräten

Die Agentur für Arbeit stellt für jede/n erwerbsfähige/n Hilfebedürftige/n und die mit ihm/ihr in einer Bedarfsgemeinschaft Lebenden einen persönlichen Ansprechpartner (Fallmanager) zur Verfügung (§ 14 SGB II).

 

Sozialgeld

Nicht erwerbsfähige Leistungsbedürftige erhalten Sozialgeld. Es dient der Grundsicherung des Lebensunterhalts. Die Verantwortung liegt bei den Sozialämtern.

Sozialgeld (§ 28 SGB II) erhalten:

  • nicht erwerbsfähige Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft
  • minderjährige, unverheiratete Kinder im Haushalt, soweit sie bedürftig sind und dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen
  • die im Haushalt lebenden bedürftigen Eltern (-teile) von unverheirateten, minderjährigen Arbeitslosengeld II - Leistungsberechtigten

Was ist eine Bedarfsgemeinschaft?

Eine Bedarfsgemeinschaft besteht aus mindestens einem erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, dem Partner oder der Partnerin und den im Haushalt lebenden unter 25-jährigen, unverheirateten Kindern. Kinder zählen aber nur zur Bedarfsgemeinschaft, wenn sie ihren Bedarf nicht durch ein eigenes Einkommen oder eigenes Vermögen selbst decken können.

 

Was ist eine Bedarfsgemeinschaft?

Eine Bedarfsgemeinschaft besteht aus mindestens einem erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, dem Partner oder der Partnerin und den im Haushalt lebenden unter 25-jährigen, unverheirateten Kindern. Kinder zählen aber nur zur Bedarfsgemeinschaft, wenn sie ihren Bedarf nicht durch ein eigenes Einkommen oder eigenes Vermögen selbst decken können.


Red.: S. A. (JIS)/ Quelle: AfA, JobCenter/ Bild: pixabay/ Stand: 26.01.2016