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Informationen zu Aussteigerprogramm aus der rechtsextremen Szene

Wer aussteigt, steht oftmals vor dem Nichts. Man steigt nicht nur aus der Szene aus, man muss sich danach ein komplett neues Leben aufbauen. Dazu gehören vor allem soziale Bindungen, wie Freunde und Bekannte, die man über Jahre hinweg in der Szene aufgebaut hat, Diese Bindungen werden von heute auf morgen abbrechen.

Schließlich will keiner deiner ehemaligen Kameraden mehr etwas mit dir, dem Andersdenkenden, zu tun haben. Und du ja auch nicht mit denen. Sollte deine Familie, also Eltern, Geschwister und Verwandte auch in der Szene aktiv sein, wird sie sich wahrscheinlich auch von dir abwenden. Besonders der Ausschluss aus der Familie ist für jeden Menschen nicht einfach zu verkraften.

Der Gedanke nach dem Ausstieg vollkommen alleine zu sein, ist für viele Betroffene einer der Hauptgründe nicht auszusteigen. Hinzu kommt die Angst vor Repressalien und Drohungen seitens der ehemaligen Kameraden, der eventuell damit verbundene Umzug in eine andere Stadt und der Verlust der Arbeitsstelle.

Neben der Angst der Isolation, kommt die Angst vor verbalen und körperlichen Attacken der ehemaligen Kameraden noch erschwerend hinzu. Die rechte Szene ist sehr nachtragend und sieht es nicht gerne, wenn man plötzlich die Dinge anders betrachtet.

Um einen Ausstieg zu verhindern, wird daher die Angst in Form von Androhung von Gewalt und sonstigen Repressalien geschürt. Diese ständige Bedrohung, plötzlich ein Opfer zu werden und kein Täter mehr zu sein, kann zu einer enormen psychischen Belastung führen.

mehr Informationen von der Initiative EXIT findest du unter:
http://www.exit-deutschland.de/ausstieg/?c=broschu-re 

mehr Informationen auf den Internetseiten des Bundesamtes für Verfassungsschutz findest du unter:
https://www.verfassungsschutz.de/de/arbeitsfelder/af-rechtsextremismus 

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letzte Änderung Juli 2016